Dramatischer Verein Maladers
Dramatischer Verein Maladers

Geschichte

1913 - Das Gründungsjahr

Die erste Eintragung im Protokollbuch des Dramatischen Vereins lautet folgendermassen:

«Die Aufführungen der Theatergesellschaft Maladers im Frühjahr 1913 hatten trotz anfänglichen Schwierigkeiten, [...] einen recht günstigen Abschluss gefunden. Das Gegebene befriedigte die Zuhörer vollauf und der Verein erfreute sich bei sämtlichen Vorstellungen einen für unsere Verhältnisse recht starken Besuch. [...] Grosse Schwierigkeiten bereitete die Lokalfrage. Für ein einigermassen passendes, zügiges Stück, waren die vorhandene Räumlichkeiten in unserer Gemeinde viel zu klein. Auf ein eingeholtes Gutachten und die notwendige Erlaubnis wurde die Wand im Schulhaus zwischen der Nähschule und dem Musikzimmer entfernt, und zwar auf solche Art, dass sie wieder erstellt und bei späterem Gebrach mühelos wieder weggenommen werden kann. Auf diese Art entstand ein allen Ansprüchen genügendes, prächtiges Lokal.
Trotz mannigfachen Schwierigkeiten, [...] ist beschlossen worden, auch im nächsten Jahr mit einer Theateraufführung vor die Öffentlichkeit zu treten. Um aber ein besseres Zusammenarbeiten zu erwirken, ist es eine unbedingte Notwendigkeit, den Verein zu organisieren und die Mitglieder statuarisch miteinander zu verbinden.»

Der Vorstand setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Jakob Hassler     Präsident
Joh. P. Hassler    Kassier
Martin Brunold     Aktuar

Weiterentwicklung


Der Dramatische Verein führte, abgesehen von ein paar Ausnahmen, jedes Jahr ein oder mehrere Stücke auf. Hauptsächlich während den beiden Kriegszeiten wurde längere Zeit nicht gespielt, weil wegen dem Militärdienst viele Spieler abwesend waren.

Die Aufzeichnungen im Protokollbuch seit der Gründungszeit sind nicht ausführlich geschrieben worden. Es ist oft nicht ersichtlich, ob überhaupt gespielt wurde und welches Stück ausgesucht wurde.

Früher hatte man noch nicht das grosse Angebot an Freizeitvergnügen wie heute. In der heutigen Zeit ist es oft eine Herausforderung, genügend Spieler zu finden, welche auch bereit sind, den zeitlichen Aufwand in Kauf zu nehmen. Im Jahre 1959 zum Beispiel meldeten sich so viele neue Mitglieder, dass eine Überzahl an willigen Spielern zu verzeichnen war. Man hat deshalb beschlossen, noch zusätzlich ein Lustspiel aufzuführen, um alle zu beschäftigen. Bis gegen Ende der 50er-Jahre bereitete die Lokalfrage einiges Kopfzerbrechen.

Anfänglich konnten die abgeänderten Räumlichkeiten im alten Schulhaus benützt werden. Ab 1922 wurde aber in Maladers eine dritte Klasse eingeführt, welche das bisher benützte Lokal besetzte. Als Ersatz diente zuerst der Saal im Restaurant Schöneck; später spielte man dann im Saal des Restaurant Post.

1957 wurde das alte Schulhaus durch einen Brand zerstört. Das neu erstellte Schulhaus mit Bühne konnte erstmals 1959 vom Verein für seine Aufführungen benützt werden.

Das Interesse an einer geeigneten Lokalitäten war so gross, dass der Dramatische Verein sich an den Ausgaben für die Neueinrichtung des Schulhauses beteiligte. An die Bestuhlung wurden 1000 Franken und an die Bühneneinrichtung 3600 Franken geleistet.

Noch bis vor wenigen Jahren stand das Volkstheater im Brennpunkt des kulturellen Geschehens eines Dorfes. Eine Aufführung bedeutete damals ein Erlebnis für die Dorfbevölkerung.

Bis 1994 spielte man mehrheitlich dramatische Volksstücke, ab dem Jahre 1994 spielte der Verein dann aber mit wenigen Ausnahmen Komödien und Lustspiele. Im Jahr 2013 spielte man erstmals eine Krimikomödie.

Hoffentlich finden sich recht viele Idealisten, welche die Theatertradition in Maladers auch in Zukunft weiterführen werden und das schöne Volksgut auch weiterhin pflegen werden.

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